Filmen lernen durch Machen – Reportage & Storytelling in der Praxis
Workshop mit Maik Lüdemann
06.09.2025, 09:00 - 13:00 Uhr
- Theorieteil im blauen Salon des Kulturforum Illipse (09:00 - 10:00 Uhr)
- Praxisteil auf dem Festivalgelände und drumherum (10:00 - 13:00 Uhr)
Workshopgebühr p.P. (Vorkasse/Tageskasse): 130,00 €
- Gruppengröße: 4-12 Teilnehmer:innen
Filmemachen ist ein Handwerk, dass man nur durchs Machen lernt. Dieser Workshop übersetzt die im Seminar vermittelten Grundlagen in die Praxis. Wir nutzen die Photon-Messe als Übungsort für die Verwendung von filmischen Mitteln. Von Kameraeinstellungen wie Bildrate und Verschlusszeit, über Einstellungsgrößen und Perspektiven zu verschiedenen Kamerabewegungen und kleinen Gestaltungstipps.
Die Teilnehmer*innen sammeln unter Begleitung eigenständig mit ihren eigenen Kameras Aufnahmen und lernen, welche Bilder man braucht, um Geschichten zu erzählen: Totale, Details, beobachtende Momente, Bewegungen und Übergänge. Die Messe dient als Trainingsraum, um Grundmuster filmischen Erzählens zu erkennen und einzuüben – Muster, die später auf jede andere Umgebung und jede eigene Geschichte übertragen werden können.
Die entstandenen Aufnahmen bilden einen Grundstock, um sich anschließend zuhause der Montage zu nähern und das Gelernte eigenständig weiterzuführen. Der Workshop soll die Teilnehmer*innen befähigen, nach der Photon Fotomesse selbstständig weiterzulernen und weiterzuarbeiten – mit einem geschärften Blick, konkreten Ansätzen und der Motivation, eigene Bewegtbildgeschichten zu entwickeln.
Voraussetzung für die Teilnahme am Workshop:
- Eigene Kamera mit Videofunktion mit mind. ein Objektiv, dass verschiedene Brennweiten abdeckt.
- Verständnis der eigenen Kamera, um Weißabgleich, Blende, Verschlusszeit und ISO verändern zu können
Hinweis:
Dieser Workshop baut inhaltlich auf dem Seminar „Einführung ins Filmemachen“ auf, kann aber je nach Vorkenntnissen natürlich auch separat gebucht werden.
Maik Lüdemann ist Regisseur, Autor und Kameramann für Dokumentar- und Werbefilm und lebt in Hamburg. Schon mit 17 Jahren stand für ihn fest, dass er Filme machen und Geschichten erzählen will. Seinen Bachelor und Master absolvierte er im Bereich Film und Fernsehen und sammelte parallel über viele Jahre Erfahrung im kommerziellen Filmbereich. Dort entwickelt und inszeniert er vor allem humorvolle, erzählerisch starke Formate – häufig im Bereich Storytelling, Comedy und Outdoor.
Parallel dazu verfolgt Maik seit vielen Jahren seine zweite große Leidenschaft: das dokumentarische Erzählen. Seine Arbeiten setzen sich mit gesellschaftlichen Themen wie Migration, Ungleichheit und Politik auseinander und zeichnen sich durch eine klare Haltung, Nähe zu den Protagonist*innen und eine starke Bildsprache aus. Während der Migrationsbewegungen 2015/2016 ging er an Bord eines Seenotrettungskreuzers – aus dieser Erfahrung entstand sein erster Dokumentarfilm „Minden Replying“. Sein Langfilm „Kein Land für Niemand“ läuft seit Juni 2025 bundesweit im Kino und gilt als einer der erfolgreichsten deutschen Dokumentarfilme des Jahres.
Neben seiner Arbeit als Autor und Regisseur ist Maik seit seiner Jugend auch als Kameramann tätig und realisierte Projekte auf mehreren Kontinenten. Seine Filme – ob für Kino, Fernsehen oder Online-Kampagnen – wurden mehrfach international ausgezeichnet. In seiner Arbeit verbindet er ästhetischen Anspruch mit ressourcenschonender Produktion. Begleitend zu seinen Filmen referiert er regelmäßig zu den Themen Flucht, Asyl und Migration und gibt Einblicke in seine praktische und inhaltliche Arbeit als Filmemacher.
Seine Arbeiten sieht man hier: maik-luedemann.de















